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Made in Germany
26.09.2017 fa1, fa2, fa3

Mittlerweile klebt auf fast jeder Isolierkanne, um jetzt nur von unseren Produkten zu sprechen, ein großer „Made-in-Germany“-Aufkleber. Auch auf unseren!
Aber was bedeutet grundsätzlich „Made in Germany“? Wie viel „Made in Germany“ steckt denn überhaupt in „Made in Germany“ ?
Laut Definition ist „Made in Germany“ (englisch für „hergestellt in Deutschland“) eine Herkunftsbezeichnung. Ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt, gilt die Bezeichnung heute in den Augen vieler Käufer als Gütesiegel. (Wikipedia)
Letztendlich muss jeder Verbraucher für sich selber entscheiden, wie viel „Made in Germany“ in seinem Produkt stecken sollte.
Es gibt Unternehmen, auch in unserer Branche, die die komplette Ware aus Fernost importieren, hier in einen deutschen Karton umpacken und dann einen „Made-in-Germany“-Aufkleber anbringen. Ist das „Made in Germany“?
Reicht es mir, wenn alle Produktionsteile aus Fernost kommen und hier in Deutschland nur zusammen geschraubt werden? Immerhin wird ja dann zumindest ein gewisser Lohnanteil hier in Deutschland gezahlt. Ist das „Made in Germany“?
Oder hätte ich gerne, dass der größte Teil der in einer Isolierkanne verarbeiteten Teile tatsächlich aus Deutschland stammt und hier auch komplett zusammengebaut wird. Ist das „Made in Germany“?
Es gibt sicher viele Varianten von „Made in Germany“ – aber eins ist in unserer Branche ganz sicher: es gibt definitiv kein „100% Made in Germany“! 
Denn egal, wie viele Teile hier in Deutschland produziert werden, das Glas kann nicht aus Deutschland kommen. Denn zum Einen gibt es hier keine Glasproduzenten und selbst wenn es sie geben würde: das Glas wäre nicht bezahlbar und unsere Produkte wären exorbitant teuer aufgrund des Glaseinsatzes.

Zumindest kann ich von unseren Produkten behaupten, dass alle Teile – bis auf das handgefertigte Glas – aus Deutschland kommen. Unsere Kunststoffteile werden in Deutschland hergestellt, ebenso unsere Dichtringe, Styroporteile, Kartonagen, Markierungsknöpfe, Aufkleber und Gebrauchsanleitungen. Selbst die Farben zum Einfärben unserer Kunststoffteile werden hier in Deutschland kreiert. Bei uns in Niederaula werden alle Teile zusammen gebaut. 

Für mich kann ich ruhigen Gewissens sagen, wir sind „Made in Germany“ und daran wird sich auch nichts ändern!
Stephanie Ludwig-Weidemann